Finja bei der FEI World Children Challenge in Bogota in Kolumbien
(cd) Im Stall Bormann in Hüddessum ist der Jubel groß. Die zwölfjährige Finja Bormann vom Reit- und Fahrverein Harsum darf als einzige deutsche Teilnehmerin bei der FEI World Children Challenge in Bogota in Kolumbien starten. Am Montag fliegt sie mit drei anderen Europäern nach Kolumbien, im Gepäck eine Championatsschabracke mit deutscher Flagge von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung.
Die FEI World Children Challenge ist die Weltmeisterschaft für die zwölf- bis vierzehnjährigen Springreiter. Auf der ganzen Welt werden vier vorgegebene Parcours auf gleichgroßen Rasenplätzen als Qualifikationen für das große Finale in Bogota absolviert. Im August gewann Finja Bormann mit ihrem Pferd Crazy for Carnute bei den Bexter Hof Open in Herford die Deutschlandausscheidung für die FEI World Children Challenge. Aber erst nachdem alle Qualifikationen in Europa beendet waren, stand fest, dass auch Finja zu den vier besten Europäern gehört und bei den Kinder- Weltmeisterschaften starten darf. Da treten dann sechzehn Kinder auf fremden Pferden gegen sechzehn einheimische Kinder an. Ihr eigenes Pferd bleibt zuhaus. Dort wird ihr und den anderen ein Pferd zur Verfügung gestellt. Das ist für die jungen Reiter eine große Herausforderung: Auf einem fremden Pferd Parcours zu reiten, sich darauf einstellen, das erfordert schon eine Menge Einfühlungsvermögen und reiterliche Erfahrung. Aber einige Erfahrung mit verschiedenen Pferden bringt sie ja von zuhause schon mit.
Das Turnier beginnt am Mittwoch mit einem Warm Up, Donnerstag und Freitag mit zwei Qualifikationsspringen und dann dem Finale am Sonntag.

(cd)Eine Bronzemedaille im Teamwettbewerb, ein guter dreizehnter Platz im Einzelfinale, neue Freunde und viele bunte Eindrücke aus einem fremden Land brachte Finja Bormann vom Reit- und Fahrverein Harsum von der FEI World Children Challenge, der Kinder-Weltmeisterschaft der Springreiter, in Bogota in Kolumbien mit nach Hause. Mit der ihr zugelosten Raffaela, einer sympathischen großen Stute, freundete sich Finja rasch an.Ebenso wurden auch Mannschaften für die Teamwertung ausgelost:Zwei Kolumbianer und ein Reiter aus Guatemala gehörten zu ihrer Mannschaft. Nach einem Tag dressurmäßiger Arbeit und einem gelungenen Warm-Up- Springen lief auch die erste Qualifikation bei herrlichem Wetter und 22 Grad Celsius auf einem 100x100 m² topgepflegten Rasenplatz ganz nach Plan: ein abgeklärter Nullfehlerritt bedeutete höchste Punktzahl wie auch alle anderen insgesamt zehn fehlerfreien Ritte von insgesamt 32 Startern. Auch ihre Mannschaftskollegen aus Kolumbien blieben fehlerfrei. Aufgrund von starken gewitterartigen Regenfällen fand die zweite Qualifikation in der 30x72 m² großen Reithalle statt. Auch hier zeigte sich das insgesamt reiterlich sehr hohe Niveau. In dem 1,25m hohen Parcours gab es wieder 15 fehlerfreie Ritte. Finja kam mit einem Abwurf auf Rang 17 und qualifizierte sich damit als zehnte und damit beste Europäerin für das Finale. Im Teamwettbewerb schied der Guatemaler leider aus, aber die beiden Kolumbianer blieben fehlerfrei. So erreichte die Mannschaft mit vier Fehlerpunkten, nur aufgrund der schlechten Zeit die Bronzemedaille.
Wegen des wechselhaften Wetters in Bogota fand auch das Finale dann in der Halle statt. In dem technisch sehr anspruchsvollen Parcours gab es nur drei fehlerfreie Runden. Finja fehlte es wohl doch etwas an Größe und Kraft, um die große Galoppade von Raffaela genügend zurückzubekommen. So gab es drei Abwürfe, was am Ende Rang dreizehn bedeutete. Gewonnen hat die Britin Chloe Aston vor der Südafrikanerin Shannon Smith und der Kolumbianerin Ariasa Herrera.
Nach diesem tollen Erlebnis hat Finja sich auch für 2009 und 2010 die Kinder- Weltmeisterschaften in Bogota als Ziel gesetzt, denn zweimal könnte sie noch, denn sie ist ja erst zwölf und die Kinder- Weltmeisterschaft gilt für die 12-14jährigen.
